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Wie man ein Uchi-Deshi wird oder Wie man ernsthaft in Japan trainiert

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von Patrick Augé

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Übersetzt von Stefan Schröder

Patrick Augé

Während der letzten Jahren sind einige meiner Schüler als Uchi-deshi in Japan gewesen. Ich habe außerdem nach meinem interview in Aiki News #91 viele Anfragen von Lesern bekommen, die mehr über dieses Thema wissen wollen. Nicht nur die Anleitung durch meine Lehrer, auch meine gute Allgemeinbildung und meine klar gesteckten Ziele haben mir damals in Japan ermöglicht, mit den vielen unerwarteten Ereignissen umzugehen. Die Fehler, die viele junge Leute begehen, bewogen mich in diesem Text meine Gedanken zu sammeln. Alle Meinungen und Hinweise diese Textes sind das Ergebnis meiner Erfahrungen und Beobachtungen. Sie sollten nicht als die letzten wahren Antworten betrachtet werden, sondern als Richtlinien, die den künftigen Uchi-Deshi dabei helfen sollen, ihren eigenen Weg entsprechend den eigenen Umständen zu finden. Durch die konservative Natur der japanischen Budo-Welt sollten sich aber alle Ratschläge leicht auf jeden Fall anwenden lassen. Mit vielleicht der Ausnahme, die man erlebt, wenn man direkt bei seinem Lehrer lebt, ist die Beziehung nicht viel anders als jede andere, die man zu einem japanischen Lehrer aufbaut. Die Erfahrung ein Uchi-Deshi zu sein führt aber meines Erachtens noch einen Schritt weiter, da man ja tatsächlich bei seinem Lehrer lebt. Es ist eine 24-Stunden-am-Tag-Frage.

Was ist ein Uchi-Deshi?

Uchi-Deshi bedeutet wörtlich “innerer Schüler”. Man kann das mit dem alten Ausbildungssystem vergleichen, bei dem der Auszubildende beim Meister und dessen Familie lebte, um das Handwerk zu erlernen. Die heutige Demokratie mit ihrer Betonung der individuellen Rechte und der Massen(aus)bildung verringert den Einfluss eines solchen Systems. Dies führte auch zu den vielen Ausfällen der Möchtegern-Uchi-Deshi, die ich über die Jahre beobachtete. Die Tradition mancher Schulen möchte es, dass nur Uchi-Deshi die Zertifikate der Meisterschaft wie das Menkyo-Kaiden erhalten. [Anmerkung der Redaktion: Lizenzen und Weitergabe variieren stark zwischen verschiedenen Schulen, Stilen, Traditionen und sogar Dojos.] Es wird angenommen, dass der Schüler nur im täglichen Miteinander mit dem Lehrer die Kunst über den technischen Augenschein hinaus erlernen könnte. Das mag zu einer Zeit wahr gewesen sein, als es im Budo noch Geheimlehren gab. Heute kann jeder Budo lernen - es gibt Studios, Dojos, Seminare und Videos. Dies vermittelt den falschen Eindruck, dass es darüberhinaus nichts zu lernen gäbe.

Während dies für den größten Teil der Budo-Schüler zutreffen mag (viele von ihnen geben während zweier oder dreier Trainingstage in der Woche ihr Bestes), braucht der ernsthafte Schüler, der das durchschnittliche Niveau der meisten Schulen überwinden will, eine weitere Perspektive, die selbst über das tägliche Training hinausgeht. Hat man als Uchi-Deshi einen guten Lehrer, so kann man lernen seine innere Energie zu nutzen, statt auf irgendwelche Motivationstricks zurück zu greifen. Dies ist eine wesentliche Qualität, die sich ein Uchi-Deshi aneignen sollte. Sie wird in jedem Alter benötigt, um sich selbst durch Training und Lehre zu verbessern. Wir verstehen dieses Konzept besser, wenn wir das tägliche Leben der Uchi-Deshi verfolgen. Noch vor jeder technischen Unterweisung hat der Uchi-Deshi zahllose Verpflichtungen im Dojo. Aufräumen, kochen, Telefondienst, Besucher empfangen, das Bad (Furo) vorbereiten, einkaufen, Reparaturen vornehmen, das Dojo auf- und zuschließen, das Licht vor dem Unterricht ein- und nach dem Unterricht ausschalten - all dies sind die Pflichten eines Uchi-Deshi.

Der Uchi-Deshi muss ständig seine Phantasie und seinen gesunden Menschenverstand einsetzen, um all die unerwarteten Probleme zu lösen, die im Dojo auftreten. Zusätzlich musst du täglich trainieren (oftmals auch allein), dem Lehrer assistieren, selbst unterrichten, etc. Indem du diese alltäglichen Arbeiten übernimmst, kann sich dein Lehrer auf die wichtigeren Dinge konzentrieren, was wiederum dir zu Gute kommt. Als Uchi-Deshi musst du dem Lehrer jederzeit zur Verfügung stehen. Dies kann großartige Möglichkeiten eröffnen, um dazu zu lernen, insbesondere wenn andere Lehrer zu Besuch kommen, wenn du mit deinem Lehrer reist (nach meiner Erfahrung werden Uchi-Deshi sehr zuvorkommend behandelt, wenn sie mit ihrem Lehrer unterwegs sind), wenn ein Buch geschrieben werden soll oder dein Lehrer einfach einen Partner für seine eigenen Entwicklungen benötigt. Japanische Budo-Lehrer sind wohl bekannt für ihre Unberechenbarkeit. Vielleicht wird dich dein Lehrer mitten in der Nacht aufwecken, nur um dir zu sagen, dass ihr sofort irgendwohin abreist. Der Lehrer kann sich in letzter Minute für die Teilnahme an einer Demonstration entscheiden und seine Meinung zu jedem Thema jederzeit ändern. Die geistige Flexibilität der Uchi-Deshi wird ständig bis an ihre Grenzen herausgefordert. Körperliche Erschöpfung, Schlafmangel oder Verletzungen können diese Belastung noch verschlimmern. du hast das Recht jederzeit abzulehnen und kannst auch jederzeit aufgeben. Aber als Uchi-Deshi muss dir klar werden, dass ein solches Training eine Gelegenheit ist, den Geist zu formen (Seishin tanren), auch wenn dies nicht in jedem Moment offensichtlich wird. Diese Erfahrung ermöglicht dir den Schwierigkeiten des Lebens mit Geduld, Ausdauer und Flexibilität zu begegnen.

Besonders Budo-Lehrer brauchen diese Fähigkeiten, da ihr Beruf nur wenig Anerkennung genießt, selbst in Japan werden professionelle Budo-Lehrer oft als exzentrisch angesehen. Ich habe von einigen Fällen gehört, in denen Lehrer oder Sempai (älterer Schüler) die Uchi-Deshi drangsaliert haben und das mag auch stimmen. Bezeugen kann ich dies allerdings nicht. Jene, welche sich beschwerten (Japaner wie auch Ausländer) legen sich offensichtlich nur eine Ausrede zurecht, um sich wieder einem bequemeren Lebensstil hinzugeben. Sie sind nicht damit klar gekommen, dass sie feststellen mussten, dass ihre hochverehrten Lehrer auch nur Menschen sind. Dafür gibt es in der japanischen Sprache den Ausdruck “Jibun ni amai”, was soviel wie “süß zu sich selbst” bedeutet - dieses Verhalten ist in allen Lebensbereichen ein häufiger Grund für Versagen. Egal ob dein Lehrer reich ist oder nicht, musst du als Uchi-Deshi für deine Unterkunft und den Unterricht bezahlen. Das ist ein Bestandteil des Studiums. Falls du nicht in der glücklichen Lage bist viel Geld gespart zu haben oder von deinen Eltern unterstützt zu werden (was aus offenbaren Gründen selten ist), musst du eine Anstellung finden, die nicht mit der Hausarbeit und dem Training in Konflikt steht. Das kann zum Beispiel Sprachunterricht zu ungünstigen Zeiten sein, anderer Unterricht oder ein Fahrdienst für Betrunkene.

Viele ausländische Schüler versagen als Uchi-Deshi aufgrund ihres angenommenen Rechts auf einen Lebensunterhalt. Sie legen ihre Unterrichtsstunden dann “vorläufig” auf den Abend, weil das am praktischsten ist, was aber bedeutet, dass sie das Training versäumen. Nachdem sie sich ein “Polster” erwirtschaftet haben, möchten sie dann die Stunden verlegen oder eine andere Arbeit annehmen. Schnell bemerken sie dann, dass sie gutes Geld verdienen können (das hat durch die Rezession und die zunehmende Zahl an Ausländern etwas abgenommen), viel mehr als in anderen Ländern. Diese Schüler fehlen öfter und öfter beim Training, kommen oft zu spät und gehen oft vorzeitig. Sie vernachlässigen ihre Dojo-Pflichten, aber kommen zu den Vergnügungsveranstaltungen. Als häufigste Ausrede bekomme ich chronische Verletzungen präsentiert. Welches auch die Gründe sind, wenn es offensichtlich wird, dass diesen Schülern das Geld wichtiger als das Budo-Studium wird, werden der Lehrer oder die Sempai diese Leute zum Verlassen des Dojo auffordern.

Vorzüge und Nutzen des Uchi-Deshi-Training

Eine der wertvollsten Erfahrungen des Lebens als Uchi-Deshi ist, was ich “Rückkehr zu den Grundlagen” nennen möchte. Egal wer du bist und woher du kommst, als Uchi-Deshi beginnst du bei Null. Die ständige Einsamkeit lehrt in der Gegenwart zu leben und sein eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Man bemerkt, dass das eigene Schicksal ein Ergebnis der eigenen Gedanken ist, welche wiederum die Quelle der Gefühle sind. Während man Gedanken kontrollieren kann, gelingt dies mit Gefühlen nicht. Emotionen können zeitweise unterdrückt werden, aber sie werden sich nicht ändern, solange die zugrunde liegenden Gedanken sich nicht ändern. Es ist sehr schwierig dies zu verstehen, wenn man sein eigenes Leben nicht völlig unter der eigenen Kontrolle hat und sich niemals die Zeit nimmt mit seinen Gedanken alleine zu sein.

Das Leben im Dojo folgt einer anderen Gangart und eröffnet so verschiedene Perspektiven auf die [eigene] Existenz. Ein anderer Vorteil des Lebens im Dojo ist zu erfahren, dass es nie nur eine Art und Weise gibt etwas zu bewerkstelligen. Jedes alltägliche Ereignis ist eine Gelegenheit zu wachsen. Wenn man eng mit dem Lehrer zusammenlebt, dann sieht man, wie dieser mit dem Leben umgeht und kann daraus lernen wie Kinder, die von ihren Eltern lernen. Man kann sehen, dass auch der Lehrer immer weiter trainiert, trotz Alters, Verletzungen, Krankheiten und anderer Schwierigkeiten. Ein guter Lehrer wird von seinen Schülern eine ihnen eigene Entwicklung erwarten, die über das hinausgeht, was er zu lehren hat, ohne sie zu verziehen oder zu verderben - so wie Eltern wissen, was das Beste für ihr Kind ist, egal was ihr Kind darüber denken mag. Dies erreicht man nicht durch lange Vorträge, sondern eher durch unerwartete Fragen, kurze Hinweise, schwierige Aufgaben und ausweichende Antworten auf Fragen. Meist versteht der Schüler dies nicht sofort, aber mit einem offenen Geist und einem guten Gedächtnis werden diese Dinge - manchmal erst in in vielen Jahren - zur Einsicht führen.

Diese Ausbildung lehrt den Schüler nach eigenen Lösungen für Probleme zu suchen, ohne von vorgefertigten Antworten von Gurus oder populären Doktrinen abhängig zu sein. In vielen Dojos zeigen die “äußeren Schüler” (die nur zum Unterricht in das Dojo kommen) technisch besseres Aikido, da sie mehr Ruhezeiten genießen und besser verpflegt sind. Ihre Verbindlichkeit ist allerdings eine andere. Schwierigkeiten gehen sie aus dem Weg, indem sie dem Dojo fernbleiben. Da ihr Training oft hauptsächlich physischer Natur ist, haben sie weniger Möglichkeiten das Verhältnis zwischen ihrem Körper und ihrem Geist zu erfahren. Folglich ist ihr Fortschritt hauptsächlich von ihrer körperlichen Verfassung abhängig. Diese Schüler sind anfällig für den Abbruch ihres Trainings, sobald ihr Körper sich im Alter verändert. Ein Uchi-Deshi zu werden ist wie neu geboren zu werden. Diese Schüler erhalten wieder und wieder die Möglichkeit, das Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Vorbereitung auf das Leben als Uchi-Deshi

Du musst unbedingt deine eigenen Motive verstehen, warum du ein Uchi-deshi werden möchtest. Wenn du dein eigenes Leben in die Hand nehmen und dich selbst verbessern möchtest, dann musst du bereit sein, die in unserer Wegwerfgesellschaft vorherrschende “Ich-zuerst”-Einstellung aufzugeben und sie durch eine Mentalität des Dienens zu ersetzen. Das ist der erste Schritt, um das Judo-Prinzip des “gegenseitigen Wohlergehens und Wohlstandes” zu verstehen. Denke über diese Worte nach und wenn du in deinem Inneren die Bereitschaft spürst, zu tun was nötig ist, um diesen Weg zu gehen, dann ist das Leben eines Uchi-Deshi vielleicht das Richtige für dich. Aber du solltest gut darüber nachdenken, denn letztlich wirst du es erst wissen, wenn du es tust. Zuversicht erwächst aus dem Tun, nicht aus dem Versuchen. Wir lange du als Uchi-Deshi leben möchtest ist eine individuelle Entscheidung, aber zwei Jahre solltest du schon einplanen. Das sollte lange genug sein, um seinen Weg zu finden und ein tieferes Verständnis der Sprache und der Kultur zu erlangen. Wenn man zu lange bleibt, besteht die Gefahr sich so gut einzuleben, dass man den Bezug zur Realität verliert. Es ist tatsächlich so, dass sich einem nach einigen Jahren als Uchi-Deshi die Sinnlosigkeit des Lebens vieler Menschen offenbart, die getrieben sind von der Gier nach materiellen Gütern. Vielleicht wird dich dies sogar abstoßen. Wenn du aber ein guter Lehrer werden möchtest, wirst du eines Tages feststellen, dass die materiellen Dinge ein Mittel zum Zweck sind, nicht der Zweck selbst.

Dein Lehrer kann jederzeit über dich verfügen und dich überall hinschicken. Darauf musst du vorbereitet sein, selbst wenn du glaubst, nicht bereit zu sein. Wahre Entwicklung und Reife erlangst du nur, wenn du auf dich gestellt bist. Japaner sind gewöhnlich freundlich zu Fremden. Aber nichts ist umsonst und es wird von dir eine erhebliche Gegenleistung erwartet. In Japan ist alles miteinander verbunden: Das Privatleben, das Arbeitsleben und das soziale Leben. Wenn du dich anständig benimmst, wird dein Lehrer daheim gelobt werden. Wenn du ständig Mist baust, dann wird sie oder er beschuldigt werden, dich unvorbereitet losgeschickt zu haben. du musst folglich als allerersten Schritt mit deinem Lehrer sprechen und seinem Rat folgen. Wenn du zu einer Organisation gehörst, die ein Hombu-Dojo (Hauptquartier-Schule) in Japan unterhält, dann sollte dein Lehrer mit den korrekten Vorgehensweisen vertraut sein. Wenn deine Schule kein Hombu-Dojo oder andere Kontakte mit Japan hat, dann wird die Sache komplizierter. Du wirst selbst recherchieren müssen. Auf jeden Fall solltest du dem Rat deines Lehrers folgen. Habe Geduld und plane lieber mehr Zeit ein, um dich vorzubereiten. Arbeite achtsam. Auch wenn du von deinem Lehrer ermutigt wirst, fühlt sie oder er sich vielleicht von deinen Plänen bedroht. Falls du beabsichtigst nach deiner Rückkehr ein Dojo zu eröffnen, dann versichere dich, dass du nicht mit deinem Lehrer konkurrierst. Verdeutliche von Anfang an deine Absichten. Vergiss nicht, dass deine eigenen Schüler dich eines Tages so behandeln werden, wie du deinen Lehrer behandelst.

Ein guter erster Schritt ist, deine eigene Geisteshaltung im Dojo zu beobachten und die Fehler zu korrigieren, für die ausländische Schüler bekannt sind. Beginne jetzt. In Japan wird dich keiner belehren, bis du zu weit gegangen bist - eine Situation, in die ein Gaijin (Fremder) nur allzu leicht kommt. In japanischen Dojos sind Verbeugungen bei Ankunft und Verlassen Pflicht. Anfänger und Yudansha (Schwarzgurte) behandeln einander mit dem gleichen Respekt. Beginne jetzt, egal was andere darüber denken. Wenn du einmal nicht zum Unterricht kommen kannst, dann benachrichtige deinen Lehrer und entschuldige dich immer wenn du zu spät kommst. Dies wird dich dazu bewegen ehrlich zu dir selbst zu sein und daraufhin wird man dich ernst nehmen. Sei während des Unterrichts still, auch wenn alle anderen ständig kommentieren was sie tun. Budo ist Meditation in der Bewegung. In einem traditionellen, strengen japanischen Dojo spricht niemand. Das erhöht die Konzentration und Achtsamkeit und erlaubt den Schülern die Anweisungen des Lehrers besser aufzunehmen. Desweiteren musst du die Hinweise des Lehrers und der ranghöheren Schüler höflich zur Kenntnis nehmen. Widerworte oder zu sagen “das weiß ich” oder “das wollte ich ja gerade” nachdem man korrigiert wurde, gehören sich nicht. Du kommst in das Dojo, um etwas zu lernen. Wenn du die Kommentare deines Lehrers oder deiner Sempai als Angriff auf deine Würde betrachtest, dann hast du ein Problem und solltest deine Prioritäten neu bestimmen.

Beschränkende Ausdrücke wie: “Ich kann nicht”, “ich wünschte, ich könnte”, “ich sollte”, “ich versuche”, “ich bin nicht gut in” usw. solltest du aus deinem Wortschatz löschen. Ersetze Sie durch “ich werde einen Weg finden”, “das muss ich tun”, “ich werde es tun”, “das kann ich verbessern”. Übe dies. Das wird dir helfen Alternativen zu finden und deinen Sinn für Eigenverantwortung schulen. Übe still zu sein, was auch immer du tust. Vermeide laute Musik, den Fernseher, unnötiges Geschwätz für einige Tage, bis dir dies zur zweiten Natur wird. Reise allein an einen unbekannten Ort, campiere allein. Deine Stärke hängt von deiner Fähigkeit ab, allein sein zu können.

Die Lehrmethode in japanischen Dojos scheint manchmal irrational, insbesondere für Westler, die eine systematische Pädagogik und “positive Verstärkung” gewöhnt sind. Die Techniken ändern sich ständig und in beliebiger Reihenfolge, jeder will, dass du eine bestimmte Technik auf genau ihre Weise übst, obwohl dir gerade jemand die Technik auf andere Weise gezeigt hat. Lass dich nicht vom Frust ablenken. Konzentriere dich darauf die neue Weise zu lernen. Wenn du dich darauf einlässt, dann wirst du dich am Ende flexibel auf neue Situationen einstellen können, statt nur aus dem Gedächtnis zu arbeiten. Falls du mit etwas nicht einverstanden bist, dann mache es dir zur Gewohnheit zuzuhören und etwas länger darüber nachzudenken. du wirst die ganze Situation dann aus einer anderen Perspektive sehen, dies oft zu deinem Vorteil. Deine Geduld wird herausgefordert werden, insbesondere von unehrlichen und nachlässigen Besuchern (Japaner, wie auch Ausländer), die immer nur auf ihren Vorteil bedacht sind. du wirst es außerdem mit anderen Uchi-deshi, Sempai und Kohai zu tun bekommen, jeder mit anderen Fähigkeiten. Merke dir, dass du beobachtet und bewertet wirst. Ob deine Monjin (Dojo-Mitglieder) dich akzeptieren, hängt von deiner Einstellung ab. Ich habe oft gehört, dass man in Japan nie vollständig akzeptiert wird. Das mag stimmen, wenn man mit Betrunkenen zu tun hat oder rücksichtslosen, arroganten Individuen. Tatsächlich sind die Menschen Japans bereit Ihre Herzen denen zu öffnen, die sie respektieren und die sich bemühen sie und ihre Sitten zu verstehen.

Als Uchi-deshi wird von dir erwartet, dass du Aufgaben unaufgefordert erledigst. Wenn du auf Leute triffst, die irgendetwas vorbereiten, dann frage nicht erst ob du helfen kannst, wenn offensichtlich etwas getan werden muss. Wenn du bemerkst, dass etwas aufgehoben, aufgeräumt oder repariert werden muss, dann tue es einfach, sonst macht es ein anderer. Möchtest du dein Ki und deine Achtsamkeit weiterentwickeln? Beginne zu Hause mit dem Training. In Japan ist Energie sehr teuer. Mache es dir zur Gewohnheit, dass Licht, den Fernseher und andere Geräte abzuschalten, wenn du sie nicht braucht. dusche kalt. Viele Dojos haben kein fließendes heißes Wasser, manche haben auch nur Bäder in japanischem Stil. Achte auf die Menschen in deiner Umgebung. Meistens benutzen der Lehrer und seine Familie das Bad zuerst. Die meisten Dojos haben keine Heizung oder Klimaanlagen. Stelle dich auf kalte Unterkünfte im Winter und feucht-heiße im Sommer ein.

Du möchtest deinen Geist und Körper schulen? Lerne, dich unter solch harten Bedingungen zu konzentrieren. Wasche deinen Keiko-gi (Übungsanzug) oft, insbesondere nachdem du stark geschwitzt hast. Japaner sind gegenüber Gerüchen ziemlich empfindlich. Wasche Töpfe und Teller direkt nach dem Essen. Räume Essen und Reste weg, wische die Tische ab, reinige das Waschbecken und die Kochgelegenheiten sofort. Das hält Ratten und Kakerlaken fern. Räume Geschirr an den üblichen Aufbewahrungsort, auch wenn es dein persönliches ist. So zeigst so deine Sorge für die anderen. Übe alles mögliche zu essen. Dies hilft dir deinen Geist zu öffnen. Starke Wünsche und Abneigungen offenbaren einen Mangel an Balance. Wenn du es mit Budo ernst meinst, dann lasse dich von solchen Kleinigkeiten nicht ablenken. Richte einfach deinen Geist entsprechend ein und dein Körper wird folgen.

Lerne Japanisch. Es gibt vielerlei Angebote. Japanisch ist nicht sonderlich schwierig, man braucht nur im Vergleich mit anderen Sprachen länger, um sie zu erlernen. Du musst die Sprache nicht perfekt beherrschen. Erlerne die Grundlagen und genügend Vokabular, dass du zurechtkommst, so dass du darauf aufbauen kannst, wenn du nach Japan kommst. Sprachen sind wie Budo. Wenn du die Grundlagen beherrschst, wirst du Fortschritte machen und eine faszinierende Welt wird sich eröffnen. Zu behaupten man sei unbegabt, ist nur eine weitere selbst-beschränkende Ausrede. Ein anderer häufiger Grund für das Versagen von Uchi-deshi, Japanern wie Ausländern, war früher schlechte Ernährung. Ich habe talentierte, motivierte Leute gesehen, die durch schlechte Essgewohnheiten ihre Gesundheit und ihre Körper ruinierten, so dass sie sich nicht von Verletzungen und Erschöpfung erholen konnten. Du musst dich zusammenreißen und vernünftig essen - das was es dort gibt wo du lebst. Dann wird dein Lehrer sich nicht um deine Gesundheit sorgen müssen und kann seine Aufmerksamkeit wichtigeren Dingen widmen.

Lerne kochen, besonders einfache Dinge wie Reis, Misoshiru (Suppe aus fermentierter Bohnenpaste), Salat, Tofu, Gemüse usw. Japanische Restaurants sind im Allgemeinen zu teuer für die meisten Leute. Die billigeren dagegen verwenden minderwertigere Zutaten: Viel Natrium, Ajinomoto (MSG [Natriumglutamat]), Fett und Stärke. Trotz ihres Aussehens sind die Portionen zudem noch zu klein für den durchschnittlichen Westler. Denke daran, dass das Geschäft der Restaurants Geld verdienen ist. Wenn du dich informierst, wo und wie du am Besten einkaufst, dann kannst du zu vernünftigen Preisen recht gut essen. Dies ist einer der Faktoren, der dir helfen wird deine Gesundheit zu erhalten und ein gutes Vorbild für deine Schüler zu sein, wenn du einmal ein Lehrer wirst. In Japan gelten eigene Tischmanieren. Die westlichen Tischmanieren sind aber ebenfalls bekannt. Wenn du deine eigenen Fähigkeiten in dieser Hinsicht bezweifelst, dann solltest zu diese Kenntnisse aufpolieren. du solltest wissen, wie man Messer, Gabel und Löffel korrekt benutzt, schneide nicht das ganze Essen vorher und vermische das Essen nicht auf dem Teller, spiel nicht mit dem Essen, während du dich unterhältst und sprich nicht mit vollem Mund. Wenn du zum Essen eingeladen bist, dann zerstampfe dein Essen nicht und beherrsche deinen Hunger, auch wenn dein Gastgeber dich einlädt mehr zu essen. Sei stolz auf deine Herkunft, aber gib dir keine Blöße, indem du fundamentale Regeln der Etikette missachtest. Manche japanischen Jungen und Männer sprechen und handeln ziemlich grob, selbst in der Gegenwart von Frauen. Eine solche Macho-Einstellung ist für bestimmte Leute das japanische Äquivalent von “Cool-Sein”. Lache nicht, dies gilt insbesondere in der Gegenwart von Straßen-Punkern (die leicht zu erkennen sind), sie könnten dies als Provokation auffassen. Ignoriere es, sowohl im Dojo, wie auch außerhalb.

Mit Verletzungen musst du ebenfalls umgehen können. Japanische Budo-Schüler haben eine andere Einstellung gegenüber Verletzungen als viele ihrer westlichen Weggefährten. Obwohl Verletzungen niemandem absichtlich zugefügt werden, können Sie beim Erlernen eines Budo nicht immer vermieden werden. Erwarte keine Schuldgefühle oder Mitgefühl. Wenn du verletzt bist, ist es deine Aufgabe damit klarzukommen. Du wirst am Ende stärker sein und zudem erlernen, wie man Verletzungen beim Training vermeidet. Wenn du verletzt bist, komme wenn möglich trotzdem zum Dojo und erledige was immer du kannst. Einfach an der Seite zu sitzen und die Übungsstunden zu beobachten ist eine gute Übung. Konzentriere dich auf die guten Schüler. Stelle dir vor, du wärest einer von ihnen und überlege, was sie wohl als nächstes tun. Auf dieser Grundlage kannst du dir eigene geistige Übungen ausdenken. Betrachte alles was geschieht als Gelegenheit etwas zu lernen. Es gibt immer Alternativen.

Besorge dir eine staatliche Krankenversicherung - die sind preiswert und im örtlichen Ordnungsamt für jeden erhältlich, der sich länger als drei Monate in Japan aufhält. Nach deiner Ankunft in Japan wird dein erster Eindruck sein, dass du eine andere Welt betrittst - einen kleinen und sauberen Planeten, in dem alles außer dir seinen Platz hat. Heimweh ist ein weiterer häufiger Grund, warum ausländische Uchi-deshi versagen. Es kann zu schlechter Ernährung, Verletzungen, Krankheiten und Romanzen mit katastrophalen Konsequenzen führen. Ich habe Uchi-deshi gesehen, die in einem Augenblick der Depression alles aufgegeben haben und nach Hause gereist sind. Reife Menschen fallen nicht dem Heimweh anheim, da sie jeden Wandel als Erfahrung betrachten und jeden Moment davon genießen. Bevor du diesen Geisteszustand erreichst, wirst du dich jedoch in reiner Willenskraft üben müssen. Wenn du es sechs Monate durchhältst, dann kannst du für weitere sechs Monate bleiben und so weiter. Diese Charakterstärke wird dir helfen, sobald dein Lehrer dich beauftragt ihn irgendwo zu vertreten, denn wahrscheinlich wirst du in diesem Augenblick völlig auf dich gestellt sein, vom Visa-Antrag bis zur Finanzierung der gesamten Operation.

Lasse niemals den Wunsch aufzugeben in deinen Geist eindringen oder du wirst versagen. Aufgeben ist wie eine Droge - es bringt schnelle und süße Erleichterung, gefolgt von schwerer Depression und anhaltendem Gram. Was ist nun Willenskraft und wie entwickelt man sie? Dies mag etwas altmodisch klingen. Anhänger der populären “Keine-Anstrengung-Leichter-Ertrag”-Doktrin verwenden dies nie, weil es sich nicht verkaufen lässt. Willenskraft ist die Fähigkeit die Dinge zu tun, die man nicht mag, die aber notwendig sind, um die Dinge tun zu können, die man mag. Willenskraft ist wie ein Muskel, der wächst, wenn man ihn trainiert. Mit der Zeit wird sie zur Gesinnung. Willenskraft ist die Fähigkeit, die gewöhnlichen Menschen erlaubt trotz mangelnden Talents zu Experten zu werden. Es ist der unbezwingbare Geist. Um deine Willenskraft zu trainieren, beginne damit die vielen kleinen Dinge zu tun, die du nicht magst oder die du üblicherweise vernachlässigst, zum Beispiel auf dem Boden schlafen, früh aufstehen, kalt duschen, aufräumen, kochen, deinen Hunger und Durst kontrollieren, gerade sitzen, anderen zuhören. Konzentriere dich am Anfang auf einen oder zwei, bis du dich daran gewöhnt hast. Falls dich etwas stört, aber nicht mit deinen Prinzipien in Konflikt steht, denke noch einmal darüber nach und überlege dir die Vorteile. Die Bereitschaft darüber nachzudenken ist der erste Schritt zur Überwindung eines Hindernisses.

Das tägliche Leben eröffnet viele Möglichkeiten sich zu trainieren und zu verbessern. Falls du nach einer Weile noch keine Verbesserungen bemerkst: Halt durch! Wir sind die Summe von Jahren den Denkens und Handelns. Es dauert länger als zwei Wochen sich zu ändern. Übe dich in Willenskraft und sie wird langsam aber sicher wachsen. Das Verständnis kommt später. Beziehungen zum anderen Geschlecht sind in Japan für Ausländer eine delikate Angelegenheit. Japanische Budo-Lehrer sind in dieser Hinsicht oft ziemlich konservativ. Solange deine Einstellung und dein Training nicht beeinträchtigt oder Probleme ins Dojo getragen werden, wird dein Lehrer vorgeben deine Beziehung außerhalb des Dojos nicht zu bemerken. Auch wenn du dies im Westen gesehen haben solltest, bringe niemals “spezielle Freunde” mit in das Dojo, um sie mit deinen Fähigkeiten zu beeindrucken. Und lade sie niemals in deine Wohnräume ein! Trenne deine Beziehungen vom Dojo. Lasse dich niemals mit den Kindern, den Familienmitgliedern oder anderen Schülern deines Lehrers ein. Das Dojo ist kein Jagdgrund auf der Suche nach einem Partner. Dein Lehrer und deine Sempai werden ein solches Verhalten nicht tolerieren. Um es mit westlichen Worten zu erklären stellt dieses Verhalten einen Einbruch in die Privatsphäre dar, aus diesem Grund erreichen viele Leute niemals etwas. Dein Lehrer hat die Verantwortung dich wissen zu lassen was weise und richtig ist, für dich, für die andere involvierte Person und für den Ruf des Dojos. Was du darüber denkst bleibt dir überlassen. Wenn du allerdings deine eigenen Schüler hast, musst du mit einer solchen Situation effektiv umgehen und dafür sorgen, dass du dich weiterhin auf dein Training konzentrieren kannst. Einer der besten Ratschläge, den ich je bekam, war, meine Ausbildung vor meiner Reise nach Japan zu beenden. Japan hat einen der höchsten Ausbildungsstandards in der Welt. Dein Leben wird nicht nur einfacher, wenn du dich durch Unterrichten selbst versorgen kannst, sondern es hilft dir auch Freunde zu finden.

Viele Japaner haben Vorurteile gegen Budo, hauptsächlich aufgrund des historischen Missbrauchs durch das Militär, im Zuge dessen junge Menschen zu Kriegszwecken manipuliert wurden. Sie [die Japaner] fragen sich dann, warum jemand, den sie für intelligent und gebildet halten, ein solches Interesse an einer so altmodischen Aktivität hat. Wenn sie dich näher kennen gelernt haben, überlegen sie es sich vielleicht anders und schicken ihre Kinder in das Dojo. Ein weiterer Vorteil einer abgeschlossenen Ausbildung offenbart sich, sobald du ein eigenes Dojo eröffnest: Die Sorte Leute, die Du ansprichst, wird einen wesentlichen Einfluss auf die Zukunft des Dojos haben. Falls du nicht weißt, was du studieren sollst, dann wähle ein Fachgebiet, dass mit Budo zusammenhängt, zum Beispiel Sport, Wirtschaft oder Philosophie. Engagiere dich nicht auf einem Feld aufgrund von Versprechungen oder auf einem Feld, dass völlig von einer Technologie abhängt, die mit der Zeit überflüssig werden könnte. Dies führt zum nächsten Ratschlag: Gehe nicht nach Japan, weil du arbeitslos, pleite oder unglücklich verliebt bist. Den Ort zu wechseln löst dein Problem nicht. In Japan wird niemand Sympathie für dich haben, da die Flucht als eine beschämende Lösung angesehen wird. Diese Haltung sagt mehr über dich aus als Worte.

Eines der ersten Dinge, die ich in Japan lernte, war, dass hier dazu geneigt wird, die Wahrheit zu meiden, um sich und andere vor Beschämung zu schützen. Die Japaner haben so einen feines Gespür entwickelt, dass es ihnen ermöglicht mehr über dich zu wissen als du glaubst. Japans Gesellschaft basiert auf Lehrer-Schüler-Beziehungen. Die Hierarchie muss also verstanden und respektiert werden. Die meisten japanischen Dojo werden gemäß dem Sempai-Kohai-System (Älterer-Jüngerer) geführt. Egal wie deine Graduierung ist oder wie lange du schon Budo studierst, Du wirst zu Beginn ein Kohai sein. Du wirst die älteren Schüler bei allem, was das Dojo betreffen oder einen Präzedenzfall schaffen könnte, konsultieren müssen, bevor Du an den Hauptlehrer herantrittst. Viele Westler verstehen dies nur schwer, deswegen will ich es erklären. Viele Budo-Lehrer verdanken ihr Bestehen ihren Schülern, die mit ihren Kenntnissen und Mitteln freiwillig die Verwaltung, die Organisation und den Haushalt des Dojos unterstützen. Die Sempai erwarten natürlich ein Bestandteil der Entscheidungsprozesse im Dojo zu sein. Durch Konsultation der Sempai offenbarst du deine Achtung vor ihrer Situation und gewinnst so Respekt und Akzeptanz. Desweiteren stärkst du die Bande, die euch für immer zusammenhalten. Bedenke, dass alles was du tust einen Einfluss darauf hat, wie die dir nachfolgenden Ausländer behandelt werden. Viele Lehrer haben gerne ausländische Schüler. Im eigenen Land ist niemand ein Prophet. Die Anwesenheit von einem oder mehreren Ausländern im Dojo belegt Anerkennung und dies kann die Aufmerksamkeit einheimischer Schüler auf den Lehrer lenken. Falls jedoch ausländische Schüler sich als Gefahr für das reibungslose Funktionieren des Dojos erweisen, zum Beispiel indem sie die Aufmerksamkeit des Lehrers nur für sich beanspruchen oder die Existenz der Monjin ignorieren, werden die Sempai schließlich ihre Kooperation verweigern und die Tür des Dojos wird für Ausländer verschlossen.

Körperliche Vorbereitung

Bevor Du mit deinen Reisevorbereitungen beginnst, mußt du gut trainiert sein. Wenn du erst in Japan bist wirst du feststellen, dass du dich noch besser hättest vorbereiten können. Du wirst täglich mit so vielen Krisen umgehen müssen, besonders in der ersten paar Monaten, dass es zu Lernen was du vorher versäumtest zu spät ist. Der erste Eindruck, den du auf die Leute machst, bestimmt zu nicht geringem Teil den Erfolg deines ganzen Aufenthaltes. Es gibt keine zweite Chance einen ersten Eindruck zu machen. Die physische Vorbereitung wird dir helfen Übungseinheiten zu überstehen, die länger und härter sind, als in ausländischen Dojos, obwohl die Trainingsintensität sich tendenziell annähert. Zu solltest joggen, mit Gewichten und mit Waffen üben. Trainiere länger und mit Partnern, erhöhe die Dauer jede Woche um fünf Minuten, bis du eine Stunde ohne Unterbrechung arbeiten kannst. Übe mit dem Boxsack und dem Makiwara (Schlagpfosten), um deine Geschwindigkeit und Präzision zu verbessern. Dein Ziel ist die Verbesserung deines Energiehaushalts, welcher sich an dein Training anpasst. Setze dir Ziele und beginne dein persönliches Trainingsprogramm.

Da deine Konzentration zunimmt, wirst du deine Verbesserung wahrnehmen und deine Übungen entsprechend anpassen. Wiederum gilt, je eher du mit dem Training beginnt, desto besser wirst du vorbereitet sein. Wenn du in Japan ankommst, wirst du einige Tage unter Jetlag leiden. Du wirst dein Training so schnell wie möglich aufnehmen wollen. Hier ein Wort der Warnung. Neuankömmlinge neigen dazu, sich enthusiastisch auf das harte Training zu stürzen, ohne auf ihren Körper zu hören und ohne zu bemerken, dass die Monjin sie prüfen wollen. In dieser Phase passieren die meisten Unfälle. Du solltest zwei bis drei Tage warten, bevor Du das reguläre Training aufnimmst. Wenn du in Japan deinen Keiko-gi anziehst, dann wird von dir erwartet durchzuhalten. Einige enthusiastische Monjin werden dich vielleicht herausfordern. Nimm dies nicht persönlich, aber die Art und Weise wie du mit der Herausforderung umgehst wird die Einstellung der Leute dir gegenüber bestimmen. Da Westler generell stärker und steifer als Japaner sind, neigen sie dazu sich ihrem Partner zu widersetzen, wenn diese ihre Technik nicht korrekt oder anders als gewohnt anwenden. Die Japaner dagegen sind meist schneller und beweglicher. Dies führt bei ihren ausländischen Partnern zu Frustration und oft zu Verletzungen. Vergiss dein Ego und akzeptiere die Situation als eine Gelegenheit etwas zu lernen.

Dein japanischer Lehrer könnte von dir erwarten, dass du die eine oder andere weitere Kampfkunst erlernst. In manchen Dojo praktizieren die Schüler regelmäßig Judo und/oder Sumo nach dem regulären Training. Fasse dies als Gelegenheit auf mehr Erfahrung zu sammeln, selbst wenn du nicht vor hast, ein Experte in diesen anderen Künsten zu werden. Wenn Du stark sein und respektiert werden willst, dann musst du auch andere Wege kennen. In manchen Dojos ist das Aufwärmen vor dem Training nicht ausreichend oder gar nicht vorhanden. Prüfe das Durchschnittsalter der älteren Schüler. Nehmen sie am Training teil und agieren sie als Uke? Die Antwort zeigt dir die Wichtigkeit korrekten Aufwärmtrainings. Unternimm selbst etwas. Komme früher und wärme dich selbständig auf. In vielen Dojos wird vor und nach dem Training aufgeräumt und gereinigt (Soji) . In manchen Dojo räumen nur die Kohai auf, in anderen tut dies jeder. Sei vorbildlich, nimm dir als erster einen Besen und zögere nicht die jüngeren Schüler anzutreiben, die oft scheu sind und Anleitung brauchen. Manche Sempai gehen nach dem Training gerne noch einen trinken. Beteilige dich nicht regelmäßig an dieser Sitte, sonst werden deine Gesundheit und dein Budget nicht lange mitmachen. Leute beim Trinken zu beobachten ist allerdings sehr aufschlussreich und kann dir wichtige Anhaltspunkte hinsichtlich des wahren Charakters der Beteiligten geben. In der Zukunft kann dir dieses Wissen nützlich sein. [Anm. der Red.: Bei Gruppen ohne permanentes Dojo - und es gibt in Japan viele respektable Gruppen, bei denen dies der Fall ist - sind diese Treffen ein wichtiger Bestandteil der Gruppenkultur. Du musst nicht jedesmal teilnehmen, aber um als vollwertiges Mitglied akzeptiert zu werden, sei regelmäßig dabei. Trink Saft, falls nötig, aber verzichte nicht völlig auf die Möglichkeit des Tsukiai (“tratschen”, “gemeinsames rumhängen”). Die finanziellen Möglichkeiten des einzelnen werden oft berücksichtigt und jene, die weniger zur Verfügung haben, werden teilweise von jeden, die mehr haben, subventioniert.

Finanzielle Vorbereitung

In Japan ist alles teuer - Lebensmittel, Unterkunft, Reisen, Energie. Du wirst doppelt soviel Geld zur Selbstversorgung brauchen wie in Nordamerika. Du musst also genug sparen, um fünf oder sechs Monate ohne zu arbeiten über die Runden kommst. Ich habe viele Ausländer gesehen, die in Japan ohne Rückflug-Ticket oder Ersparnisse ankamen und annahmen, ihnen würde geholfen werden. In den meisten Fällen halfen Monjin und andere Personen aus dem Umfeld des Dojo, aber wenn sich dann herausstellt, dass die Ersparnisse des Ausländers aufgrund von Achtlosigkeit nicht ausreichen, stellen sie ihre Hilfe ein. Indem du gut vorbereitet bist, zeigst du deine Ernsthaftigkeit und die anderen werden dann auch eher geneigt sein dir im Notfall zu helfen. Du wirst dann auch besser in der Lage sein ihre Gefallen zurück zu zahlen - eine Sitte, der du dringend folgen solltest, falls du in Japan bleiben und hier Kontakte knüpfen möchtest - zu deinen Gunsten und denen deiner künftigen Schüler. Bereite dich auch auf unerwartete Ausgaben vor, zum Beispiel für die informellen Treffen nach dem Training oder falls du Gäste ausführst oder ähnliches. Wenn du mit jemandem ausgehst, bist du auf der sicheren Seite, wenn du annimmst die Rechnung bezahlen zu müssen. Falls sie darauf bestehen dich einzuladen, dann finde eine Gelegenheit sie ebenfalls einzuladen. Verwende Geldmangel niemals als Ausrede. In Japan wird diese Formulierung als Witz verwendet, wenn man den wahren Grund für ein Unterlassen nicht nennen will. In der japanischen Erziehung hat Sparen einen hohen Stellenwert. Auf diese Weise sind sie auf alles vorbereitet. In Japan spricht man nicht über Kredite oder Darlehen, da ihre häufige Inanspruchnahme als Mangel an Selbstdisziplin ausgelegt wird. Diese Einstellung ist allerdings am schwinden.

Einen Lehrer und ein Dojo finden

In Japan gibt es zahlreiche gute und engagierte Lehrer. Aber es gibt nicht viele Lehrer, die Uchi-deshi annehmen und nur wenige Dojos haben ein Programm für Uchi-deshi. Dafür gibt es viele Gründe. Junge Leute in Japan sind so abhängig von der Mode- und Freizeitindustrie, dass das Leben als Uchi-deshi nur sehr wenige anspricht. Viele japanische Eltern wollen für ihre Kinder die allerbeste Ausbildung, damit sie von den Top-Firmen im Land eingestellt werden. In ein Dojo einzutreten, um eine Karriere als Budo-Lehrer zu machen, wird elterlichen Widerspruch erzeugen. Viele Lehrer haben auch einen Vollzeit-Job und unterrichten nur als Hobby. Nur sehr wenige können sich ein privates Dojo leisten, somit sind Unterkünfte für Uchi-deshi spärlich gesät. Falls dein Verband Kontakte nach Japan unterhält, ist es das einfachste das Hauptquartier anzuschreiben und sich dort als normaler Schüler einzuschreiben. Ich empfehle The Aiki News Dojo Finder als gute Informationsquelle. Du wirst eine vorübergehende Unterkunft finden müssen und das Studium der japanischen Sprache wird dir dabei sehr helfen. Wenn du erst einige Bekanntschaften gemacht hast, wirst du schon das soziale Netzwerk kennen lernen. Wenn du Ernsthaftigkeit zeigst werden deine Lehrer dies bemerken und sie können dann deine beste Quelle für Ratschläge werden. Die Art des Lehrers und Dojos nach der du suchst wird von deinen Vorlieben abhängen. Ich glaube, dass ein professioneller Lehrer, der ein eigenes Dojo besitzt, der jeden Tag unterrichtet und der nur wenige Uchi-deshi hat, sich dem Training besser widmen kann und besser zur Verfügung steht. Falls dein Verband mit einem Hombu-Dojo in Japan verbunden ist, ist die Sache leichter. Du wirst allerdings ein Empfehlungsschreiben von deinem Heimatlehrer mitbringen müssen (sehr wichtig in Japan). Beachte, dass der Ruf deines Lehrers auf dem Spiel steht. Wenn du dich erst festgelegt hast, gibt es keinen Rückzieher mehr.

In Japan leben

Die japanische Einwanderungsbehörde folgt sehr strengen Regeln. Je nach Herkunftsland bekommst du entweder bei deiner Einreise ein Besuchervisum (gilt normalerweise 90 Tage) oder du musst das Visum schon vor deiner Abreise beantragen. Du solltest dich mit der japanischen Botschaft (Visa-Abteilung) in der Hauptstadt deines Landes oder dem nächsten Konsulat in Verbindung setzen. Erkundige dich zunächst nach den Voraussetzungen für ein Besuchervisum und nenne deine eigene Staatsbürgerschaft. Danach könntest du herausfinden, ob es Programme zum Austausch von Sprachlehrern gibt und welche Visa in diesem Zusammenhang zur Verfügung stehen. Erwähne nicht, dass du arbeiten willst, es sei denn du hast schon Kontakte zu einem Arbeitgeber. So etwas wie Uchi-deshi-Visa gibt es nicht. Ein Studenten-/Schülervisum kannst du bekommen, wenn du dich bei einer offiziellen Schule oder Universität anmeldest. Erwarte nicht zuviel Sympathie von den Konsularbeamten, wenn du ihnen erzählst, dass du Budo studieren willst.

Finde heraus ob irgendjemand [im Konsulat] ein Budo-Training absolviert und bitte diese Person um ein Treffen. Eine Einladung zum Essen ist eine gute Herangehensweise, da in Japan vor jedem geschäftlichen Gespräch immer zuerst eine Beziehung aufgebaut wird. Bitte wieder deinen Heimatlehrer um Rat. Falls niemand mit Budo vertraut sein sollte, sei nicht zu energisch. Japanische Diplomaten sind über Budo oft wenig informiert und sich nicht im Klaren über die Wichtigkeit von Budo für die japanische Kultur. Es gibt Ausnahmen und nach denen sollte man Ausschau halten. Behalte im Blick, dass jede Art von Sprachunterricht oder anderer Arbeit mit deiner ersten Priorität in Konflikt gerät: Das Leben und das Training im Dojo. Dein Arbeitgeber wird von dir erwarten abends lange zu bleiben und dass du Zeit mit deinen Kollegen, Kunden oder Schülern verbringst. Wenn du dich dem verweigerst, kann er dein Leben auf vielfache Art und Weise erschweren. Aus diesen Gründen halte ich es für unglücklich vor der ersten Reise nach Japan dort eine Arbeit anzunehmen - es sei denn, du kennst deinen Arbeitgeber gut, vertraust ihm und bist sicher, dass er den Zweck deines Aufenthaltes versteht und dir helfen will.

Die beste Strategie ist wohl, zunächst mit einem 90 Tage gültigen Besucher-Visum nach Japan einzureisen. Dies kann üblicherweise um die gleiche Zeit verlängert werden, wofür du allerdings einen Bürgen benötigst (einen in Arbeit stehenden, Steuern zahlenden Bürger mit guter Reputation), desweiteren ein Rückflugticket und den Nachweis, dass du über genügend finanzielle Mittel verfügst, um dich selbst zu versorgen. Erkundige dich bald nach der Ankunft in Japan beim nächsten Einwanderungsbüro und besorge dir die nötigen Dokumente so schnell wie möglich.

Wenn du länger bleiben willst, musst du [kurzfristig] das Land verlassen. Frage nach, welche Langzeit-Visa in deinem Fall möglich sind, sammele dir alle Dokumente zusammen und mache einen Kurztrip in ein benachbartes Land, zum Beispiel Korea oder Hong Kong. In der dortigen Botschaft kannst du ein neues Visum beantragen mit der höflichen Bitte um schnelle Bearbeitung. Falls dies nicht klappt, reise erneut mit einem Besucher-Visum in Japan ein und wiederhole die Prozedur. Es wird dir noch immer nicht erlaubt sein zu arbeiten. Bleibe über die Bestimmungen und deren Änderungen auf dem Laufenden - es gibt sehr viele! Wenn du mit den Offiziellen der Immigrationbehörde zu tun hast, sei gut gekleidet und bleibe immer höflich. Sei hartnäckig aber flexibel. Zeige niemals Ungeduld oder Frustration! Die Einwanderungbehörde in Japan prüft jeden bei Ankunft und Abreise. Die Polizei kann jederzeit deinen Ausweis oder deine Ausländer-Registrierungs-Karte verlangen, welche du erhältst, falls du länger als 90 Tage in Japan bleibst. Die Inspekteure der Einwanderungsbehörde können ebenfalls jederzeit reinschauen, besonders, wenn dein Visum schon mehrfach verlängert wurde. Wenn du die Aufenthaltsgenehmigung überschreitest, wirst du verhaftet, eingesperrt und ausgewiesen. Dein Bürge bekommt Probleme und du wirst niemals wieder nach Japan reisen dürfen.

Letzte Vorbereitungen

Wenn du weißt wann du abreisen wirst, besorge dir einige Monate vorher ein offenes (je länger gültig, desto besser) Rundreiseticket. Rufe bei mehreren Fluglinien an und sei flexibel. Die Fluglinien konkurrieren hart und lechzen nach Geld. Kleine japanische Lebensmittelläden und Supermärkte sind eine gute Informationsquelle - erwäge auch ein Ticket mit Ziel Hong Kong oder Seoul zu kaufen. Es kostet nur wenig mehr als ein Rundreiseticket nach Tokyo und kann praktisch sein, wenn du das Land verlassen musst, um dein Visum zu erneuern. Bringe die Rückgabegebühr der Tickets in Erfahrung und lasse sie dir von einem Repräsentanten der Fluglinie aufschreiben, nicht von einem Reisebüro. Dadurch verbesserst du deine Chancen nirgendwo zu stranden oder keine hohen Strafgebühren zahlen zu müssen.

Es gibt auch internationale Flüge in andere japanische Großstädte, wie Osaka oder Nagoya. Wenn du schon weißt wohin du willst, kann es auch nützen andere Flugverbindungen in Nachbarstädte zu kennen. Bedenke die hohen Kosten für die Reise innerhalb Japans. Mache deine Hausaufgaben, die Bestimmungen ändern sich dauernd. Japanische Kleidung passt Westlern meist nicht, du solltest also alles mitbringen was du brauchst - warme Pullover und Unterwäsche, leichte Wollkleidung, mehrere Keiko-gi, Jogging-Anzüge, etc. Wegen der hohen Energiekosten sind Wäschetrockner in Japan nicht sehr verbreitet. Du wirst deine Wäsche zum Trocknen aufhängen müssen. Das Trocknen kann insbesondere in der Regenzeit (Juni-Juli) ziemlich lange dauern. Plane dies ein. Japaner kleiden sich für viele Gelegenheiten schick, weswegen du einige gute Anzüge oder Kleider in deiner Garderobe haben solltest. Decke dich mit einer Auswahl an Omiage (Geschenke) ein. Das wird dir zunutze sein, wenn du einen neuen Lehrer triffst oder zu jemandem nach Hause eingeladen wirst oder du jemandem für einen Gefallen danken musst oder du von einer Reise zurückkehrst. Dies zeigt deine Achtung und die Leute werden dich dafür schätzen. Bemesse den Wert der Geschenkes an der Situation, dem Status des Empfängers und/oder der Wichtigkeit des Gefallens für den du dich bedankst. Sowohl ein zu teures, als auch ein zu billiges Geschenk können beim Empfänger für Beschämung sorgen. Verlasse dich auf deinen gesunden Menschenverstand und folge deinem Herzen. Bringe auch schönes Geschenkpapier mit (ziemlich teuer in Japan) und erlerne die hohe Kunst Geschenke zu verpacken - in Japan ein Muss. Falls du Übungswaffen (Jo, Bokuto, Katana, etc.) mitnehmen möchtest, packe sie sicher ein und mache klar, dass du nicht die Absicht hast, sie während der Reise zu verwenden. Gib die Waffen mit dem Rest deines Gepäcks am Flughafen auf; versuche nie sie als Handgepäck mit in die Kabine zu nehmen. Nimm niemals ein Übungs-Katana mit einer scharfen Klinge mit. Der japanische Zoll wird die Waffe zurückhalten, bis die nötige Lizenz vorliegt - wenn du diese nicht beibringen kannst, wird die Waffe womöglich zerstört oder dauerhaft eingezogen.

Einige Ratschläge zum Schluss

Jeder Lehrer hat seinen eigenen Stil und seine eigene Philosophie. Einige sind so exzentrisch, dass du zuerst an ihrem Verstand zweifelst. Falls du entschlossen bist zu lernen, dann sehe deinen Lehrer als Menschen. Viele der großen bekannten Budo-Lehrer haben ihr Studium unter ihren eigenen Lehrern fortgesetzt, trotz ihrer Eigenheiten. Akzeptiere deinen Lehrer wie er ist, nicht so wie du ihn dir wünscht. Auf diese Weise kannst du dich auf dein eigenes Training konzentrieren. Halte den Kontakt zu deinem Heimatlehrer und deinen Dojo-Kumpeln. Auch wenn keiner zurückschreibt, schicke ihnen hin und wieder ein paar Zeilen. Wenn dein Lehrer im Dojo zu Besuch kommt, erweise ihm deinen Respekt, selbst wenn ihr daheim eine weniger förmliche Beziehung pflegt. Wenn einige deiner Freunde aus deinem Heimat-Dojo dich besuchen, lade sie ein, führe sie aus, richte dich auf Auslagen ein. Übernimm die Führung. Weise darauf hin, dass du bei einer Heimreise zuallererst deinen Lehrer besuchst. Zeige niemals dein neu erworbenes Wissen. All dies wird dir den Weg für deine letztendliche Rückkehr ebnen. Auch die anderen Leute werden sich ändern, nur ihre Geschwindigkeit und Zielrichtungen sind unterschiedlich. Ich glaube du hast jetzt eine Idee davon, was von dir erwartet wird und wie du dich vorbereiten kannst, falls du dich für das Leben als Uchi-deshi entscheidest. Wir können in diesem Artikel nicht alles behandeln, aber mit einem offenen und achtsamen Geist kannst du die meisten Probleme lösen und auch aus deinen Erfahrungen lernen. Lies diesen Artikel mehrmals. Beachte besonders die Punkte, die genau auf dich zutreffen. Basierend darauf kannst du die Antworten auf deine eigenen Fragen finden, die aufkommen werden. Denke während des Lesens auf jeden Fall sorgfältig nach und erinnere dich: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich lade erfahrene Leser ein ihre Ratschläge einzusenden, zum Nutzen heutiger und zukünftiger Uchi-deshi.

Patrick Augé begann 1962 in Frankreich mit dem Judo-Training, später kamen Karate und Aikido hinzu. Er ist ein Schüler von Hiroo Mochizuki Er war bis 1970 aktiver Wettkämpfer im Judo. Anschließend lebte er für sieben Jahre im Yoseikan-Dojo in Shizuoka als Uchi-deshi von Meister Minoru Mochizuki. Augé ist seit 1977 Repräsentant für das Yoseikan Budo Aikido in Nordamerika. Er und seine Frau Kaoru Sugiyama gründeten zahlreiche Dojos in der Region um Ottawa (Ontario, Kanada). Zur Zeit lebt er in Los Angeles und entwickelt Yoseikan Budo weiter. Er reist häufig zwischen Kanada, den Vereinigten Staaten und Japan.

Web Site: International Yoseikan Budo Federation (NAD)